Honorar

Die Höhe der anwaltlichen Vergütung ergibt sich, wenn vorher nichts anderes ausdrücklich vereinbart wurde, aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). In geeigneten Fällen schließe ich mit dem Mandanten eine individuelle Vergütungsvereinbarung.

Sowohl die gesetzliche als auch die vertragliche Vereinbarung lässt Spielräume um den Umfang der Tätigkeit, die Schwierigkeit der Sach- und Rechtslage und die Bedeutung der Angelegenheit für den Mandanten angemessen zu berücksichtigen.

Bei einer durchschnittlichen Verteidigung in einer Strafsache vor dem Amtsgericht mit einem Hauptverhandlungstermin berechnen sich die RVG Mittelgebühren wie folgt:

 

Grundgebühr: 200,00 €
Verfahrensgebühr Hauptverfahren: 165,00 €
Terminsgebühr: 275,00 €
Auslagenpauschale: 20,00 €
Zwischensumme Netto: 660,00 €
Umsatzsteuer 19 %: 125,40 €
Gesamt: 785,40 €

 

Sofern die anwaltliche Tätigkeit bereits im Ermittlungsverfahren aufgenommen wurde, kommt eine weitere Verfahrensgebühr von 165,00 €, sowie eine weitere Auslagenpauschale von 20,00 € jeweils zuzüglich Umsatzsteuer hinzu.

Anbahnungsgespräch

Die erste Kontaktaufnahme ist grundsätzlich kostenlos. Sie schildern mir bitte kurz Ihre Rolle im Verfahren (Beschuldigter, Geschädigter, Zeuge, Angehöriger), den Tatvorwurf und den Verfahrensstand. Ich prüfe sodann, ob ich Ihre Angelegenheit übernehmen kann und vereinbare einen Termin zur Erstberatung oder ich empfehle Ihnen einen spezialisierten Kollegen. Bereits die in dem Anbahnungsgespräch geäußerten Informationen unterliegen  der anwaltlichen Schweigepflicht, selbst wenn später keine Mandatsübernahme erfolgen sollte.

Erstberatung

Das Gesetz sieht für die Erstberatung von Privatpersonen eine Höchstgrenze von 226,00 € vor, wenn vorher nichts anderes vereinbart wurde. Ich berechne für die Erstberatung in Strafsachen in der Regel 150,00 €. Dabei gehe ich von einer bis zu einstündigen Beratungsleistung im persönlichen Gespräch, am Telefon oder per Email aus. Mit dieser Erstberatung versuche ich Ihnen alle Fragen auf Grundlage der ihnen zur Verfügung stehenden Informationen zu beantworten. In vielen Fällen kann ich bereits im Erstberatungsgespräch viele Ihrer Unsicherheiten aus der Welt schaffen und die weiteren Handlungsalternativen aufzeigen. Bitte bedenken Sie jedoch, dass eine umfassende Beratung und seriöse Prüfung des Sachverhalts auf Rechtsfragen erst auf Grundlage vollständiger Akteneinsicht erfolgen kann. Der Umfang der weiteren Maßnahmen wird nach Ihren Informationen eingeschätzt, damit eine Kalkulation für die nächsten Schritte erfolgen kann. Sie erhalten jederzeit eine transparente und planbare Kostenübersicht auf Grundlage des Verfahrensstandes und der nächsten sinnvollen Maßnahmen.

Rechtsschutzversicherung

Die vorsätzliche Begehung von Straftaten ist normalerweise nicht versicherbar. Nur bei Delikten die fahrlässig begangen werden können, wie z.B. Körperverletzung oder Tötung bei einem Verkehrsunfall kommt die Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung in Betracht. In Bußgeldverfahren werden sowohl die Verfahrens- als auch die Anwaltskosten in der Regel von der Verkehrsrechtsschutzversicherung übernommen.

Im gewerblichen Bereich gibt es spezielle Strafrechtsschutzversicherungen die Unternehmern und deren Arbeitnehmer auch für vorsätzliche Delikte die im Zusammenhang mit der Tätigkeit beim Arbeitgeber Deckungsschutz bieten und die Kosten für eine Verteidigung, Gutachten und Reisekosten übernehmen. Die versicherten Risiken sind jedoch in den jeweiligen Bedingungen genau definiert und müssen sorgfältig auf Ausschlussgründe geprüft werden.

Gerne übernehme ich für Sie die Anfrage bei Ihrer Versicherung, ob für Ihr Verfahren Versicherungsschutz besteht und eine Deckungszusage erteilt wird.

Pflichtverteidigung

Grundsätzlich bin ich bereit, in den Fällen notwendiger Verteidigung als Pflichtverteidiger tätig zu werden. Als grobe Faustregel gilt, dass das Gericht dem Angeklagten einen Anwalt als Pflichtverteidiger beiordnet, wenn in dem konkreten Fall eine Freiheitsstrafe von einem Jahr oder mehr droht. Wenn Sie vom Gericht aufgefordert wurden einen Anwalt Ihrer Wahl zu benennen, da ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliegt, sollten Sie schnell reagieren und die angegebene Frist unbedingt einhalten, da das Gericht ansonsten einen Anwalt „aussucht“ und eine spätere Auswechselung nur mit hohem Begründungsaufwand und/oder Mehrkosten möglich ist. In umfangreichen oder besonders schwierigen Verfahren ist es nicht unüblich neben der Pflichtverteidigervergütung eine Zuzahlung zu vereinbaren, da die Pflichtverteidigervergütung deutlich unter der Mittelgebühr eines Wahlverteidigers liegt. Beachten Sie jedoch, dass bei einer Verurteilung die Staatskasse versuchen wird auch die Pflichtverteidigergebühren von Ihnen erstattet zu bekommen. Lediglich beim Freispruch trägt die Landeskasse die Anwaltskosten des Angeklagten.

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